Das verschollene Kirchenfenster
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Kirchenfenster zugemauert .
So könnte es ausgesehen haben >>>>>>>>

Das beeindruckende Schwarz-Weiß-Foto mit dem verschollenen Kirchenfenster wurde uns freundlicherweise von der katholischen Kirche Eisleben für die Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.
Wir möchten der katholischen Kirche Eisleben herzlich für diese freundliche Unterstützung danken.
Das rechte farbige Foto, zeigt dank KI nicht nur die Schönheit des Fensters, sondern auch die Tiefe der Tradition, die es repräsentiert.
Das Gertrud-Fenster – Spurensuche im Archiv
Im Sommer 2025 führte eine Recherche ins katholische Pfarrarchiv zu einer Entdeckung:
Von den ursprünglich 1865 vorgeschlagenen Kirchenfenstern wurde damals tatsächlich das Gertrud-Fenster verwirklicht. Die Stiftung geht auf die Witwe von Ingenheim zurück, die zur Schlossanlage Seeburg gehörte – ein Anwesen, dessen Geschichte eng mit der Region verknüpft ist.
Aus dem Bestand des Pfarrarchivs stammen auch mehrere Briefe von Adolph Seiler, Glasmaler aus Breslau. In seinen Schreiben findet sich eine Fülle von Details zu Ornamentik und Farben des Fensters – ein faszinierendes Zeitdokument zu Handwerk und Geschmack des 19. Jahrhunderts.
Ein altes Foto des Fensters tauchte ebenfalls in den Archivalien auf. Der aktuelle Verbleib des Fensters bleibt jedoch ein Rätsel. Hinweise deuten darauf hin, dass es eventuell in der Bausubstanz verblieben ist. Gemeinsam mit lokalen Partnern soll nun geprüft werden, ob sich Spuren vor Ort finden lassen. Die jüngst im Gemeindezentrum verbauten Fenster scheiden laut Archivlage klar aus, wie auch ein aktueller Zeitungsartikel bestätigt.
Quelle: Dr. Anja Tietz
Gebietsreferentin Bau- und Kunstdenkmalpflege - Landkreis Mansfeld-Südharz
sowie der katholischen Kirche, - Lutherstadt Eisleben


Fehlendes Kirchenfenster Südseite
